Frank Höfle auf letzten Kilometern vom Russen Safronov überholt
Nur rund elf Sekunden fehlten dem Langstrecken-Bronzemedaillengewinner Frank Höfle zur zweiten WM-Medaille in Vuokatti. Mit Platz vier erreichte der Sehbehinderte vom WSV Isny die beste deutsche Platzierung beim 10-Kilometer-Rennen im freien Stil. In der stehenden Männerklasse erliefen Thomas Oelsner (Oberhof) und Jörg Baldauf die Ränge fünf und zehn.
Bis nach der zweiten Zwischenzeit sah es bei der zweiten Skilanglauf-Einzelentscheidung der Titelkämpfe in Finnland nach der dritten deutschen Medaille aus. Frank Höfle und Begleitläufer Johannes Wachlin hatten bis dahin in einem harten Zweikampf mit dem Russen Evgeniy Safronov die Nase knapp vorne. Doch im Endspurt setzte sich der Russe mit der Endzeit von 26:17,7 min knapp gegenüber dem Allgäuer Duo (26:28,4) durch. Seinen zweiten Titel in der B-Klasse holte einmal mehr mit deutlichem Vorsprung der Kanadier Brian McKeever (24:49,0).
Auch die stehende Männerklasse hatte in dem Biathlon-Weltmeister Erik Ulset (25:28,1 min) einen klaren Sieger. Eng wurde es dahinter, denn den Vizeweltmeister Kirill Mikhaylov (27:32,3) trennten nur wenige Sekunden vom Vierten Yannick Bourseaux (27:46,7). Der Franzose verpasste seinerseits die Zeit des Österreichers Michael Kurz (27:45,5) nur denkbar knapp.
In das Medaillenrennen nicht eingreifen konnte der Oberhofer Thomas Oelsner. Er führte letztlich als Fünfter mit der Zeit von 28:15,8 min ein Feld jeweils nur um wenige Sekunden getrennten Läufern an. Dazu zählte auch Jörg Baldauf, der als eigentlicher Spezialist in der klassischen Technik mit Platz zehn (28:53,0) über den Erwatungen lag und einige höher eingeschätzte Läufer hinter sich lassen konnte.
Nach einem Ruhetag beginnt das letzte WM-Wochenende mit dem Biathlon-Langstreckenrennen am Samstag, bei dem auch die beiden Spezialisten Willi Brem (Freibug) und Josef Giesen (Herzlake) wieder nach Medaillen greifen wollen. Mit dem Klassiksprint werden die Titelkämpfe am Sonntag abgeschlossen.



